Kunst und Spiel
Die Kombination aus Kunst und Spiel ist zu einem wahren Markenzeichen der Dilldorfer Höhe in Essen-Kupferdreh geworden.
Schließlich ist die Kinder- bzw. Familienfreundlichkeit ein wichtiger Aspekt für die Beliebtheit des Standortes. 2001 fand ein Ideenwettbewerb "Kunst und Spiel" statt - Ergebnisse sind 22 ganz unterschiedliche Spielplätze (150 - 4000 qm) und ein Spielpark von der Größe von fünf Fußballfeldern. Dieser sehr beliebte Treffpunkt verbindet Wohnen und freie Natur. Für die Konzeption und Umsetzung der riesigen Spielflächen erhielt der Allbau im Jahre 2004 den deutschen Spielraumpreis.

Für die Freiflächen sollte im Ideenwettbewerb ein Leitbild mit bespielbarer Kunst entwickelt werden, das bei Kindern die Fantasie anregt. Es wurden drei erste Plätze ausgelobt, die sich deutlich von den weiteren Arbeiten absetzten. Diese Ergebnisse der Wettbewerbssieger dienten als Grundlage für die weiteren Planungen - die Künstler der prämierten Entwürfe wurden für die Ausführung der Highlights beauftragt. Schließlich sollte eine große Nähe zwischen dem Ideenwettbewerb und der Realität erzielt werden. Die Kunst wurde somit zum Leitfaden.
Die Entwürfe der Künstler Martin Conrad (Düsseldorf)/Jaakov Blumas (Köln), Peter Güllenstern (Duisburg) und Moni-Marielen van Rheinberg (Essen) wurden als gleichrangig bewertet. Sie erhielten jeweils DM 10.000,00 Preisgeld.

Die Preisträger im Einzelnen
Moni van Rheinberg
Die Arbeit zeichnet sich durch eine ausdruckstarke im hohen Maße ansprechende Form- und Farbgebung aus. Leitidee ist das Zusammenfassen von Kunst, Natur, Spiel und die Anregung der Wahrnehmungsfähigkeit der Kinder. Skurrile, farbenfrohe Skulpturen regen die kindliche Fantasie an und sind selbst als Kunstwerk erkennbar. Farbenfrohe Bänke und Mauern aus Mosaikstein regen zum Klettern, Balancieren und Sitzen an.

Martin Conrad und Jaakov Blumas
Die Arbeit ist gekennzeichnet durch eine Fülle von Ideen, welche unterschiedliche Fruchtformen und Blüten für die verschiedenen Spielplatztypen vorsehen. Die starke Farbigkeit führt zur Identifikation der verschiedenen Flächen und Wege. Zusammen mit Grotten, Mulden und röhrenhaften Tunneln vermitteln sie einen bodenständigen, schützenden in gewisser Weise archaischen Eindruck. Mannshohe Buchformen und Klangbilder fordern die Kinder zur Beschäftigung mit ihnen heraus. Die Glasfiberstäbe, Windspiele und Leuchten dienen zur Orientierung entlang der Wege.
Peter Güllenstern
Die "Welt der Kinderaugen", "Spielformen aus aller Welt" - das ist die Leitidee der präsentierten Arbeit. Gegen den Anspruch bespielbarer Kunst setzt der Verfasser die Verwendung traditioneller Spielgeräte aus verschiedenen Ländern. Neugier und Verständnis für andere Welten sollen dadurch geweckt werden.
Bisher wurden die Kunstideen auf vier Spielplätzen und auf dem großen Parkspielplatz umgesetzt. Auf dem Spielplatz am Tholshof ist die Sandfläche mit einer Mosaikeinfassung der Künstlerin Moni van Rheinberg begrenzt worden. Durch zahlreiche Mulden, in denen sich das Wasser sammeln kann, steht die Einfassung in spielerischer Verbindung zum Sand.
Der Spielpark, von der Größe von fünf Fußballfeldern, übernimmt die Fuktion eines Marktplatzes - ein Ort, wo man sich trifft, austauscht, zusammen etwas unternimmt und erlebt. Aber auch ein Ort der Identifizierung, der unverwechselbar dazu gehört.
Einen Schwerpunkt bildet der 4.000 m² große Spielplatz, der im Kern durch einen Kreis geprägt ist. In diesem Kreis befinden sich die "Vögel aus dem Sand" von Moni van Rheinberg. Die in einer Igelform gebauten Fantasievögel bieten nicht nur Versteck und Klettermöglichkeiten. Ein Labyrinth aus verschieden geformten Wänden mit Durchgängen wurde von den Künstlern Martin Conrad und Jaakov Blumas entworfen. Ebenfalls wurde ein 3-Tunnelelement von den Künstlern aufgestellt.
In weiteren Bereichen wurde ein Indianerdorf mit Hügel, eine Spielwiese und eine Matschmulde errichtet. Zwei weitere Höhepunkte (im wahrsten Sinne des Wortes) sind die Aussichtshügel mit Sitzbereich, die dann einen atemberaubenden Blick auf die Siedlung, die Parkanlage, die freie Landschaft und den Baldeneysee zulassen.

Insbesondere für Jugendliche und Erwachsene entstehen im letzten Parkabschnitt weitere Freizeitmöglichkeiten. Ein kleines Fußballfeld, eine Streetballanlage, eine Boulebahn und ein Beachvolleyballfeld laden zum Spiel ein. Eine besondere Attraktion stellt die Mountainbike-Strecke dar, die in Zusammenarbeit mit einem Montainbike-Verein gebaut wird.
Insgesamt werden allein in der Parkanlage ca. 200 Bäume gepflanzt. Der alte Baumbestand findet in der Parkanlage ebenfalls einen Platz.
Ziel der Allbau AG war es von Anfang an, dass mit der Dilldorfer Höhe im engen Informationsaustausch mit der Bürgerschaft Kupferdreh ein ökologisch verträgliches Wohngebiet gebaut wird. Um eine hohe Akzeptanz des Spielparks zu erreichen, wurde der gesamte Entstehungsprozess von den Anwohnern begleitet.
So entsteht Stück für Stück die Dilldorfer Höhe - ein idealer Ort, wo insbesondere Kinder in grüner Lage aufwachsen können!
