Solaranlage Jahnstraße

Ein ganz besonderes, ökologisch nachhaltiges Projekt, das den ökonomischen und ökologischen Nutzen einer Baumaßnahme feststellen soll, begann die Allbau AG nun in Altendorf/Bochold. Sie geht dabei der Frage nach, ob Umweltschutzmaßnahmen einen spürbaren Beitrag zur Reduzierung von Betriebskosten leisten
können. Im Rahmen einer Blockmodernisierung wurden in den drei Mehrfamilienhäusern Jahnstraße 30, 30a und 30b (Essen-Altendorf/-Bochold) einige Umweltschutzaktivitäten realisiert. So wird nun über Photovoltaikanlagen jährlich ca. 12.200 Kilowattstunden Strom erzeugt, der komplett in das Versorgungsnetz des RWE eingespeist wird. Dies entspricht dem Stromverbrauch von ca. 3 Einfamilienhäusern.

Außerdem wird über auf der Dachfläche montierte Sonnenkollektoren Wärme gewonnen, die - im Zusammenspiel mit einer zentralen Warmwasserbereitung - die Trinkwasserspeicher zusätzlich heizt. Das in einer Zisterne gesammelte Regenwasser wird ergänzend zum Trinkwasser für die Waschmaschine und für die Toilettenspülung genutzt. Temporär überschüssiges Regenwasser geht nicht in die Kanalisation, sondern versickert zusammen mit dem auf dem Grundstück anfallenden Oberflächenwasser auf dem Grundstück. Gleichzeitig modernisierte die Allbau AG: neue Wärmedämmungen an Fassaden, Kellerdecken und Dächern führen für alle MieterInnen zu Energieeinsparungen von bis zu 50%. Aufwertungen der Außenanlagen verbessern zusätzlich die Wohn- und Lebensqualität spürbar. Investitionsvolumen des ganzen Projektes für die Allbau AG: ca. 1 Mio. Euro.

Die Allbau AG kann nun bestimmte Kennzahlen sehr gut mit ihren Nachbarhäusern, die sie im gleichen Jahr erbaute, vergleichen und somit herausfinden, inwieweit im Rahmen der Wirtschaftlichkeit ökologisch sinnvolle Technologien eingesetzt werden. Auch wenn die Betriebskosten für Trink- und Abwasser für die MieterInnen entsprechend reduziert werden und die Niederschlagswassergebühr komplett entfallen: die Allbau hat wegen der hohen Installationskosten bei den verschiedenen ökologischen Maßnahmen keinen finanziellen Vorteil. Die Allbau AG erarbeitet aber durch dieses Projekt vielleicht Ideen mit technischen Innovationen, die Vorbildcharakter für andere Wohnquartiere haben können. Voraussichtlich im Jahre 2010 wird die Allbau AG dann das Gespräch mit ihren MieterInnen suchen und nach ihren Erfahrungen und ihrer Akzeptanz für die ökologischen Maßnahmen fragen.
