Historie
Unser Ziel sind zufriedene Kundinnen und Kunden. Seit 1919 bietet der Allbau vielen Essenern ein angenehmes Zuhause in einem gepflegten Wohnumfeld. Dadurch haben wir die Entwicklung der Stadt Essen in den letzten 90 Jahren wesentlich mit geprägt.
1919
Die Gründung des Allbau im Jahre 1919 ist vor allem auf die sozialen Bemühungen zur Bewältigung der Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg und den ästhetischen Anstrengungen zur Umsetzung von Wohnkultur zurückzuführen. Dies steht auch in der ersten Programmschrift des Allbau mit dem Titel „Wollen und Können“: schon damals bestimmte der enge Zusammenhang von sozialem Engagement, ökonomischem Nutzen, technischem Fortschritt und künstlerischer Au
1930
Aus Gründen der Gemeinnützigkeit strukturierte sich der Bauverein bereits Ende der 20er Jahre um. Die gewerblichen Einrichtungen wie Ziegeleien und ähnliches wurden in die Altstadt Baugesellschaft mbH übertragen. Der Vorstand amtiert bis heute in Personalunion für beide Gesellschaften. Bereits um 1930 betrug der Wohnungsbestand der Gesellschaft knapp 2.000 Wohnungen. Die Zahl von 950 Sozialwohnungen in Essen deckte der Allbau zu annähernd 100% ab. Die katastrophalen Folgen des Zweiten Weltkrieges zerstörten über 30% des Baubestandes des Allbau.
1945 - 1967
Der Allbau hatte am Wiederaufbau von Wohnungen in der Stadt Essen im Zeitraum von 1945 bis 1967 einen maßgeblichen Anteil von über 7%. In dieser Zeit stieg der Wohnungsbestand von 4.150 auf 13.775. Mit einer Bauleistung von heute mehr als 20.000 Wohneinheiten in den letzten 85 Jahren hat der Allbau Akzente in der Stadtentwicklung Essens gesetzt. Hierfür stehen unter anderem die modifizierte Gartenstadtsiedlung Feldhaushof in den 20er Jahren mit dem Allbauweg in Huttrop, das Isinger Feld als verdichtetes Wohnungsneubauprojekt der 60er Jahre, der Wohnpark Kraienbruch als zukunftsweisendes Bauvorhaben mit neuen Methoden zur Energieeinsparung Anfang der 90er Jahre und die Dilldorfer Höhe als größtes zusammenhängendes Wohnbauprojekt in Essen seit den 70er Jahren. Nachdem der Wiederaufbau gelungen war, die Bevölkerungszahlen abnahmen und die Mangelsituation der ersten Nachkriegsjahre gedeckt war, rücken nunmehr qualitative Aspekte verstärkt in den Vordergrund. Modernisierungsprogramme in Millionenhöhe werden aufgelegt, von denen vor allem das Essener Handwerk profitiert.
1990
Einen weiteren großen Meilenstein in der Geschichte des Allbau stellt das Ende der gesetzlichen Regelung zur Gemeinnützigkeit im Wohnungswesen zum 01.01.1990 dar. Der Allbau begegnete dieser Situation durch eine Selbstverpflichtung in der Satzung vom 15.08.1990 im Sinne des bisherigen wohnungspolitischen Auftrags: „Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist vorrangig, ein sicheres und sozial verantwortbares Wohnen zu gewährleisten (gemeinnütziger Zweck).“ Diese Ausrichtung stand in Frage, als Vertreter aus der Kommunalpolitik 1997 einen Verkauf des Unternehmens befürworteten. Die rund 96% der Aktien in den Händen der Stadt wurden schließlich zu 82% an die städtische Holding aus Stadtwerken (SWE) und Verkehrsbetrieben (EVAG) und zu 14% an die Sparkasse Essen verkauft und übertragen. Der Kaufpreis von 752 Mio. DM an die Stadt Essen zwang das Unternehmen nun deutlich auf einen ergebnisorientierten betriebswirtschaftlichen Weg. Die Ziele des Unternehmens sind, wie bei allen kommunalen Unternehmen, doppelköpfig: Öffentlicher Zweck und Wirtschaftlichkeit müssen beide erreicht werden. Für den Allbau bleibt durch die mittelbare Bindung an die Stadt Essen die Wohnung Wirtschafts- und Sozialgut zugleich – gerade in Zeiten, in denen viele große Wohnungsunternehmen in der Stadt von Kapitalmarkt-Zielen bestimmt wurden.
Heute
Auch nach über 90 Jahren stehen die Mieterinnen und Mieter des Allbau also im Mittelpunkt des Unternehmens. Die Gesellschaft errichtet, betreut und bewirtschaftet heute Wohnhäuser (rund 18.000 Mietwohnungen), Geschäftshäuser, Eigenheime und Eigentumswohnungen. Mietwohnungsbau, Bauträgergeschäft, Mieterprivatisierung und die Entwicklung neuer Projekte sind die wichtigsten Geschäftsfelder des Allbau. Investitions- und Desinvestitionsstrategien sind dabei gleichberechtigte Handlungsfelder, die an dem Ziel der Steigerung des Unternehmenswertes auszurichten sind. Die Gesellschaft wird dabei die Ziele der Stadt Essen in ihr untenehmerisches Handeln einbinden und wohnungswirtschaftlich daran mitwirken, Essen als attraktive Stadt für die Menschen, die bereits hier leben und insbesondere für die, die in diese Stadt kommen wollen, erlebbar zu machen.
Auf diesem Weg entstehen unter anderem auch attraktive und bezahlbare Angebote für die verschiedensten Nachfragegruppen in Stadtteilen bzw. einzelnen Wohnquartieren, die – auch in enger Zusammenarbeit mit der privaten und institutionellen Wohnungswirtschaft, dem Handwerk und der regionalen Wirtschaft - für die Erhaltung eines positiven Stadtbildes sorgen. Der Allbau ist demnach heute wie früher ein wichtiger Akteur für die Stadtentwicklung in Essen. Gleichzeitig positioniert sich das Unternehmen als umfassender Immobiliendienstleister für alle Beteiligten im Konzern der Stadt Essen. Größte Kunden sind Stadtwerke Essen, Sparkasse Essen und die Altstadt-Baugesellschaft.
