Schwanenbusch
Grün, tierisch und bezahlbar
Wohnen rund um den Schwanenbusch
In Zeiten von Wohnungsmangel und steigenden Energiepreisen wird bezahlbarer Wohnraum immer knapper. Umso erfreulicher, dass Allbau 2025 das Großmodernisierungsprojekt „rund um die Schwanenbuschstraße“ in Essen-Huttrop erfolgreich abschließen konnte. Mit 9,2 Mio. Euro Förderung aus der Modernisierungsoffensive des Landes NRW wurden 24 Gebäude (Baujahr: 1926–1957) mit 177 Wohnungen zwischen 35 und 65 Quadratmetern umfassend saniert.
Als kommunales Wohnungsunternehmen liegt uns besonders am Herzen, Menschen in Essen mit geringem und mittlerem Einkommen bezahlbaren Wohnraum zu bieten. Durch die exzellente Landesförderung und die Senkung des Energieverbrauchs konnte die Mieterhöhung deutlich abgefedert werden. Die Grundmiete stieg moderat von 5,40 Euro auf 6,20 Euro pro Quadratmeter – bei gleichzeitiger drastischer Reduktion des Energieverbrauchs. Das Ergebnis: Jährlich werden beeindruckende 665 Tonnen CO2 eingespart.
Starker Beitrag zum Klima- und Umweltschutz
Nach dem Motto „was getan werden muss, wird gleich richtig gemacht“ wurden die 24 Immobilien rundum umweltfreundlich saniert. Die Gebäude erhielten eine komplette energetische Hülle mit Dämmung von Fassaden, Kellerdecken und Dächern sowie neuen Fenstern. Besonders durch die umweltfreundliche Entsorgung von rund 900 Nachtspeicherheizungen sank der Primärenergiebedarf merklich. Zusätzlich wurden Wohnungseingangstüren erneuert, Balkone saniert und die Elektroinstallation im Keller modernisiert. Seither profitieren die Mieter auch vom besonderen Service der EnergieSparBeratung der NEUEN ARBEIT der Diakonie.

Auf einen Blick
Der Schwanenbusch in Zahlen

Umfang
24 Gebäude mit
177 Wohnungen

Investition
9,2 Mio. Euro
NRW-Förderung

Umwelt
665 Tonnen CO2-
Einsparung jährlich
Entwicklung der Außenanlagen
Vom A52-Deckel zur blühenden Grünoase
Besonders spannend ist die Lage der Außenanlagen: Sie liegen auf dem Tunnel der A52 und haben durch ein von Allbau-Bereichsleiter Wolfgang Telöken und Landschaftsarchitekt Helmut Fox entwickeltes Konzept eine ganz besondere Qualität erhalten. Nach intensiver Bewohnerbefragung entstand eine vielfältige Grünoase, die für verschiedene Altersgruppen und Interessen Nutzungspotenziale bietet.
Das Thema „Spielen“ hat große Bedeutung: Neben klassischen Spielgeräten sind das Trampolin und der „Allbau-Sandkasten“ besonders beliebt. Letzterer ermöglicht durch eine kleine „Hauswand“ mit zwei „Fenstern“ nicht nur „Buddeln“, sondern auch Rollenspiele und Klettern – während die Eltern sich das Treiben vom Sandkastenrand aus ansehen können. Obstbäume sorgen jedes Jahr für leckere Früchte, und wer selbst Gemüse anbauen möchte, findet an drei Stellen u.a. mit Hochbeeten rückenfreundliche Gelegenheit dazu. Insgesamt entstand eine lebendige Grünoase mit drei Gemeinschaftsgärten, 32 Obstbäumen, vier Spielflächen und mehreren Ruhezonen.

Tierische Nachbarschaftsprojekte stärken Gemeinschaft
Das nachbarschaftliche Zusammenleben wurde durch neue Kommunikationszonen sowie ungewöhnliche Aktionen gefördert: Sechs Wochen lang lebten vier Hühner auf den Außenflächen, die von Nachbarn unter Anleitung versorgt wurden. Die Resonanz war so positiv, dass anschließend sechs Monate lang die beiden Schafe Trulli und Freya zum Bild der Außenanlage gehörten. Sie intensivierten den Austausch in der Nachbarschaft enorm.
Schäfer Adrian Heinz versorgte die Schafe, unterstützt von freiwilligen Paten aus der Nachbarschaft. Die Schafspaten berichteten begeistert: „Wer kann das schon von seinem Quartier behaupten? Mitten unter uns lebten Schafe! Durch sie kamen wir als Nachbarn ins Gespräch, setzten uns mit Umwelt und Natur auseinander und die Bindung zum Quartier wurde gestärkt.“
Auszeichnung „100 Wohngärten“
Am 29. September 2025 zeichneten der VdW Rheinland Westfalen und die IGA Metropole Ruhr 2027 das Quartier im Rahmen des Projekts „100 Wohngärten für lebenswerte Quartiere“ aus. Das Projekt zielt darauf ab, in ganz NRW 100 Best-Practice-Projekte zu entwickeln, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit im Quartier verbinden.
„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Sie zeigt, dass unser Einsatz für günstigen Wohnraum, ein grünes Wohnumfeld und eine starke Nachbarschaft ein wichtiger Beitrag für zukunftsfähige Quartiere ist“, sagt Allbau-Geschäftsführer Dirk Miklikowski.
VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter betont, wie das Projekt Klimaschutz, Lebensqualität und bezahlbares Wohnen zusammendenkt. IGA-Geschäftsführer Horst Fischer hebt den Vorbildcharakter für innovative Stadtlandschaftslösungen hervor. Ministerin Ina Scharrenbach: „Mit Hilfe der Landesförderung entstand aus einer ungenutzten Wiese ein ansprechendes Wohnumfeld, das die Nachbarschaft stärkt und ökologischen Wert hat. Ein starkes Projekt!“

Weitere Impressionen des Projekts
Schwanenbusch





