Die (Amerikanische) Rot-Eiche hielt Einzug

Auch in diesem Jahr hatte das Kuratorium „Baum des Jahres“ die Qual der Wahl und entschied sich für die (Amerikanische) Rot-Eiche als Nachfolger der Echte Mehlbeere, dem Baum des Jahres 2024. Die Allbau GmbH, Essens größter Wohnungsanbieter, nahm dies zum Anlass, schon zum 31. Mal den aktuellen „Baum des Jahres“ zu pflanzen. Große und kleine MieterInnen konnten miterleben, wie unter anderem Oberbürgermeister Thomas Kufen, Allbau-Geschäftsführer Dirk Miklikowski, Allbau-Aufsichtsrats-Vorsitzender Christoph Kerscht und Bezirksbürgermeister Frank Stienecker zur Tat schritten und - traditionell mit Schüppe - einer (Amerikanische) Rot-Eiche einen neuen Lebenspunkt setzten. Ort des Geschehens war in diesem Jahr das LaurentiusQuartier des Allbau in Steele, wo das Wohnungsunternehmen in enger Abstimmung mit der Gemeinde St. Laurentius die St. Eligiuskirche im Jahre 2009 abgerissen und dafür 32 attraktive 2,5-3,5-Raumwohnungen gebaut hatte. 

„Schon immer setzen wir uns als Allbau verstärkt für Klima und Umwelt ein. Dies bringen wir nicht nur mit zahlreichen Modernisierungsprojekten, sondern auch unter anderem mit vielen kleineren Projekten wie unserer alljährlichen Aktion „Pflanzung des Baumes des Jahres“ zum Ausdruck. Gerade an unserem Wohnungsbestand mit den attraktiven Außenanlagen kann man in meinen Augen erkennen, inwieweit wir uns auch für die Lebensqualität in Essen in Form von Grünflächen einsetzen“, so Dirk Miklikowski. Die Allbau GmbH pflanzt in Essen auch dieses Jahr mehr als 50 neue Bäume und hat zurzeit fast 10.000 Bäume in ihrem Bestand.

Die Bedeutung von Bäumen für den Allbau

Bäume sind weit mehr als nur Begrünung im Quartier – sie tragen entscheidend zur Lebensqualität, zur Wirtschaftlichkeit und zum positiven Image von Wohnungsunternehmen bei. Durch ihre kühlende Wirkung schaffen sie ein angenehmes Wohnklima, filtern Schadstoffe aus der Luft und mindern Lärm. „Gleichzeitig fördern sie Gesundheit und Wohlbefinden unserer Mieterinnen und Mieter, indem sie Räume für Erholung und Begegnung bieten. Zudem reduzieren sie Energiekosten, da Beschattung und Verdunstung Kühlungseffekte erzeugen und damit die Belastung für Gebäude und Infrastruktur verringern,“ erläutert Dirk Miklikowski die Bedeutung von Bäumen für die gesamte Wohnungswirtschaft.
Deshalb freut sich auch Oberbürgermeister Thomas Kufen über die alljährliche Aktion des Allbau: „Bäume sind echte Multitalente – sie verbinden ökologische Verantwortung mit ökonomischem Nutzen und steigern gleichzeitig die Attraktivität und Lebensqualität in den Quartieren.“

Park-, Stadt- und Straßenbaum

Aber wer ist die Amerikanische Rot-Eiche? Sie stammt ursprünglich aus den Nadel- und Laubmischwäldern in der östlichen Hälfte Nordamerikas und kam vor rund 300 Jahren über Frankreich nach Europa. In städtischen Grünanlagen, Parks und auf Friedhöfen ist die Rot-Eiche schon lange regelmäßig anzutreffen und bereichert dort maßgeblich das alljährliche herbstliche Farbenspiel der Baumkronen. Auch als Alleebaum – innerorts und an Landstraßen – hat die Rot-Eiche – da sie wenig empfindlich auf Streusalz reagiert – ihren Platz gefunden. Sie wird dort auch künftig noch gepflanzt werden können, denn sie gilt als recht trockenheitstolerant und wird auch mit den sicherlich noch steigenden Temperaturen vorerst gut zurechtkommen.

Die Amerikanische Roteiche besticht durch ihre robuste Wuchsform und hohe Anpassungsfähigkeit an wechselhafte Klimabedingungen – Eigenschaften, die im Zeichen des Klimawandels besonders wertvoll sind. Sie steht für die Resilienz unserer Wälder und eignet sich ideal zur Integration in klimaorientierte Stadtbegrünung. Das Holz der Roteiche ist hochwertig, mit rötlich gefärbtem Kern, eine sehr gute Biege- und Druckfestigkeit – sogar über dem heimischer Eichen – und vielseitig verwendbar (z. B. Bau-, Konstruktionsholz, Furnier, Parkett, Treppen, Fenster/Türen).

Die Rot-Eiche ist ein Baum, der – wenn er freisteht – um die 25 Meter hoch werden kann. Ungewöhnlich ist auch die Rinde der Rot-Eiche. Die typische Eichenborke, wie wir sie hier von unseren heimischen Eichen kennen, gibt es bei der Rot-Eiche nicht. Deren Rinde ist zumindest in den ersten zwei, drei Jahrzehnten glatt und grau, ähnlich der Rinde der Rot-Buche. Später reißt sie dann nach und nach in senkrechte parallel verlaufende, tiefe Rillen („Skispuren“) und in unregelmäßig große, flächige Borkenbereiche auf.

Übrigens: Die vermutlich älteste in Deutschland stehende Rot-Eiche steht seit 1778 im Schlosspark von Dresden-Pillnitz. Sie hat einen Stammumfang von 5,40 Meter.