Neuer Verwaltungscampus für Essen: Stadt Essen und IME präsentieren prämierten Entwurf der Entwurfswerkstatt

Mitte Februar hat ein Preisgericht den prämierten Entwurf der Entwurfswerkstatt für den zukünftigen Verwaltungscampus an der Bernestraße in der Essener Innenstadt gekürt. Grundlage der Entscheidung waren drei städtebauliche Gesamtkonzepte, die im Rahmen der durch die Immobilien Management Essen GmbH (IME) für die Stadt Essen ausgelobten städtebaulichen Entwurfswerkstatt von drei Planungsbüros erarbeitet wurden.

Der prämierte Entwurf stammt von PBA Peter Bastian Architekten aus Münster und umfasst neben dem städtebaulichen Konzept auch ein architektonisches Zielfoto, das als Basis für die weitere Planung und Umsetzung dient.

Konzepte mit Fokus auf Flexibilität und Quartiersentwicklung

Die Planungsbüros entwickelten hochflexible Gebäudekomplexe und stellten diese für den ersten Bauabschnitt sowie ergänzender Konzeptstudien dar. In die Entwürfe flossen neben der architektonischen Gestaltung auch Aspekte der Quartiersentwicklung und der verkehrlichen Anbindung ein.

Juryvorsitzender Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Best erklärte dazu: 
„Die Jury war überzeugt, dass der nun vorliegende Entwurf die Möglichkeit bietet, eine gute Nachfolgenutzung auf dem Grundstück des ehemaligen Hauptbades zu etablieren und zudem perspektivisch die erforderliche Weiterentwicklung des gesamten Quartiers ermöglichen wird.“

Auch Oberbürgermeister Thomas Kufen zeigt sich überzeugt:
„Der prämierte Entwurf für den neuen Verwaltungscampus steht für einen zukunftsweisenden Schritt in der urbanen und administrativen Stadtentwicklung und bietet auch durch die Partnerschaft mit der Polizei eine langfristige Orientierungssicherheit für die Bürgerschaft. Das von der Jury ausgewählte Zielfoto bildet die nachhaltige und zukunftsorientierte Stadt- und Verwaltungsentwicklung ab, umso mehr freue ich mich auf die weiteren Realisierungsschritte von dem neuen Verwaltungscampus.“

Dr. Ecevit Agu, Geschäftsbereichsvorstand Stadtplanung und Bauen, lobt das Werkstattverfahren:
„Nach kurzer Zeit haben wir aus drei hochwertigen architektonischen Lösungen für den Verwaltungscampus Essen auswählen können. Es wurden dabei die städtebaulichen und verkehrlichen Aspekte des Standorts ebenso wie die heute notwendige hochflexible Gebäudestruktur bei der Konzeption beachtet. Alle diese Faktoren werden ein Gewinn für die Bürgerschaft, die Mieter der neuen Gebäudekomplexe und die innerstädtische Stadtentwicklung sein.“

Martin Harter, technischer Geschäftsführer der Immobilien Management Essen GmbH (IME), hebt die gute Positionierung des Entwurfs, den Bezug zum Burgplatz sowie die städtebaulich gelungene Freistellung des Katholischen Stadthauses und des Kolpinghauses hervor. Bereits mit dem ersten Bauabschnitt entsteht ein funktionierender städtebaulicher Zustand, der nicht von der schnellen Realisierung der Folge-Bauabschnitte abhängig ist – und damit eine flexible und wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht.

Sicherheitspartnerschaft mit der Polizei Essen geplant

Der Verwaltungscampus ist als mehrstufiges Bauvorhaben konzipiert und wird in mehreren Bauabschnitten realisiert. Der erste Bauabschnitt soll im Jahr 2030 bezugsfertig sein. Ziel ist es, moderne, leistungsfähige und bürgernahe Verwaltungsstrukturen zentral in der Innenstadt zu bündeln.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Sicherheitspartnerschaft zwischen der Stadt Essen und der Polizei Essen. Als erste Mieter des neuen Gebäudekomplexes sind die Polizeiinspektion I, Teile des Ordnungsamtes sowie eine Leitstelle des Katastrophenschutzes vorgesehen. Ziel ist es, Synergien zu bündeln und die Kräfte der öffentlichen Sicherheit an einem zentralen Ort zu stärken.
Entsprechende Vertragsverhandlungen mit der Polizei laufen derzeit.

Zum Hintergrund

Das Projekt „Neuer Verwaltungscampus“ tritt die Nachfolge des ursprünglich geplanten BürgerRatHauses an. Dieses war im Sommer 2022 gestoppt worden, nachdem infolge des Ukraine-Krieges und der gestiegenen Baukosten die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Vorhabens nicht mehr gegeben war. Die gesammelten Erkenntnisse aus dem früheren Projekt fließen nun in das neue Verwaltungskonzept ein.

Die IME wird im Auftrag der Stadt Essen das gesamte Projekt planen, steuern und realisieren.