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Grüne Hauptstadt Essen: Kitas bauen Obst und Gemüse an

Grüne Hauptstadt Essen: Kitas bauen Obst und Gemüse an

Mehr Bilder in unserer Bildergalerie "Projekt Kindergärtnerei"

Ketchup selber herstellen. Wie geht das? Ausprobieren konnten das die Kinder der KiTa Wirbelwind und zwar mit Tomaten, die sie selbst in einem vom Allbau gestifteten Gewächshaus angepflanzt hatten. Unter anderem Kiljan, Ilja, Ben, Mia und Louis konnten jetzt mit Hilfe von Landschaftsarchitektin Martina Hoff die reifen Früchte ernten. "Wir können nur die roten nehmen, die grünen müssen noch wachsen", erklärte die 5-jährige Mia. Einen ganzen Topf voll Tomaten ergab die Ernte. Und bevor die im Kochtopf landeten, schnitten die Kinder sie eifrig in kleine Stückchen. Damit auch die nächste Ernte gesichert ist, holten sie zunächst aber erst die Kerne aus den Tomaten und legten sie zum Trocknen auf Papier. "Daraus wachsen dann wieder neue Tomaten", wusste Ilja schon. Die Tomatenstücke wurden zusammen mit Zwiebelstücken und einigen Gewürzen dann zum Kochen auf den Herd gestellt. Erst am nächsten Tag konnte es dann mit der Ketchup Produktion weiter gehen.

Projekt "Kindergärtnerei"
Ausgangspunkt der Ketchup Produktion war der Allbau, Essens größter Wohnungsanbieter. Als eine der vielen Aktionen zur Grünen Hauptstadt Essen hatte er unter Leitung von Wolfgang Telöken und Elke Hansch einige KiTas mit Gewächshäusern ausgestattet. Viele Kinder haben somit zum ersten Mal Gelegenheit zu sehen, wie Tomaten, Kohl, Kartoffeln, Bohnen, Kohlrabi, Kräuter und vieles mehr, die sie sonst nur fertig aus dem Supermarkt kennen, entstehen.

Workshop
Während die Tomaten vor sich hin köchelten, setzten sich die Erwachsenen zusammen, um ihre Erfahrungen auszutauschen. Gastgeberin war Marjam Shafi-Docht Leiterin der KiTa Wirbelwind und sie hatte neben Elke Hansch vom Allbau auch Christian Kölling und Timo Simkes von der KiTa "Unsere kleine Farm", Insa Scholz und Christina Schneider von der KiTa Blickpunkt, Eva Besler und Jeannette Degner von der KiTa Zauberstern, Melanie Stroisch vom VKJ Erlebnisgarten zu Gast, deren Kitas alle an diesem AllbauProjekt teilnehmen.

Christian Kölling von Zauberstern konnte berichten, dass sie neben verschiedenen Tomatensorten auch Zuckermais angebaut hatten, der "richtig gut schmeckte und auch schnell wuchs bis unser Zwergziegenbock Napoleon auch die Vorzüge entdeckte und kurzerhand die Gewächshaustür aus den Angeln nahm und den kompletten Zuckermais wegfraß. Ersatzweise haben wir dann noch Blumen und Radieschen angepflanzt. Radieschen, die viel besser schmecken als aus dem Geschäft." Sein Ergebnis: Nächstes Jahr wird es Napoleon schwerer haben…..

Auch Insa Scholz und Christina Schneider von der KiTa Blickpunkt bestätigten, dass neben Spitzkohl bei ihnen gerade Tomaten sehr gut wachsen. "Die gibt es bei uns jetzt jedes Jahr. Es sind so viele und wir können immer noch ernten", berichteten sie. Die Anpflanzung von Möhren bereitete allen Kitas Schwierigkeiten, was vor allem manchmal am fehlenden sandigen Boden lag. Dafür klappte es nach Aussage von Christina Schneider besonders gut mit der Kartoffelernte. "Wir haben gewartet bis die Blätter gelb wurden und konnten viele mittel bis große Kartoffeln ernten, die wir dann auch in der Küche verwertet haben. Die Kinder hatten einen riesen Spaß", berichtete Christina Schneider.

Eva Besler und Jeannette Degner und die Kinder von Zauberstern hatten besonders viel Freude beim Anbau von Kräutern. "Wir haben aber leider etwas Probleme mit Vandalismus und überlegen einen Aushang zu machen, in dem wir das Projekt beschreiben, um Verständnis zu wecken. Eine weitere Möglichkeit ist vielleicht auch die Einbeziehung von Jugendlichen, die dann mit auf das Projekt achten."

Beim nächsten Erfahrungsaustausch sollen Anregungen und Wünsche gesammelt werden und auch überlegt werden, welche neuen Teilprojekte realisiert werden sollen. Eines ist für alle klar: Das Projekt "AllbauGewächshaus" kommt nicht nur bei den Kita-Verantwortlichen sehr gut an, auch die Kinder sind mit großer Begeisterung und Engagement dabei. 

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  • Dieter Remy
  • T. 0201.2207-307
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