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Kinder erkundeten im Rahmen des Ferienprogramms "Sherlock Home" die Stadtteile, in denen sie leben. - Aktion fand zum zweiten Mal statt

Kinder erkundeten im Rahmen des Ferienprogramms "Sherlock Home" die Stadtteile, in denen sie leben. - Aktion fand zum zweiten Mal statt

Kleine Detektive im Einsatz
Schnitzeljagd, Foto-Rallye oder geheime Orte im Südostviertel aufspüren – von Langeweile war am Ende der Sommerferien nichts zu spüren. Rund 180 Kinder erkundeten täglich auf spielerische Weise ihre Heimat, den Stadtteil, in dem sie leben.
"Sherlock Home" nennt sich die Aktion, welche über das Projekt "Kultur macht stark" durch die Bundesarbeitsgemeinschaft Spielmobile e.V. und das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Mit von der Partie: die Organisatoren ABA Fachverband e.V. für Offene Kinder- und Jugendarbeit, Deutscher Kinderschutzbund Ortverband Essen e.V., Projekt: Spielen verbindet und die Allbau GmbH. Über 150 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren waren meist schon am ersten Tag an dabei. Die Aktion lief jeweils eine Woche in drei verschiedenen Stadtquartieren: auf einem großen Spielplatz am Nothofsbusch in Stoppenberg, am Ehrenzeller Platz in Altendorf und am Storpplatz im Südostviertel.
Gut erkennbar mit weißen Cappies zogen die kleinen Stadtteildetektive von den jeweiligen Standorten los in die Nachbarschaft, machten sich mit Blatt und Papier auf den Weg und schraffierten verschiedene Materialien, zum Beispiel an einer Häuserwand. Oder sie sammelten unter fachkundiger Begleitung Steine, Hölzer, Blätter und weitere Naturmaterialien, aus denen sie etwas Kreatives gestalteten.

Neue Wege gehen
Das pädagogische Ziel des kostenlosen, offenen Angebotes: "Die Kinder sollen andere Blickwinkel bekommen, neue Wege gehen und ihre direkte Umgebung neu entdecken", erklärte Allbau-Sozialmanagerin Jannica Wiesweg. "Schau genau" lautete daher das Motto der Ferienaktion. Ob auf der klassischen Schnitzeljagd oder mit einer kindgerechten Stadtteilkarte entdeckten die Teilnehmer Vieles, was sie bisher noch nicht richtig wahrgenommen hatten. Auf dem Ehrenzeller Platz staunten die kleinen Teilnehmer: "Sieh mal, da ist ein Leuchtturm auf der Häuserwand." "Da an dem Baum hängt ja ein kleines Vogelhäuschen." Andere hingegen waren ganz fasziniert von der Entschlüsselung der Straßennamen.
Bei der Stadtteilerkundung standen auch weitere Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten vor Ort zur Auswahl. So versuchten sich die jungen Projektteilnehmer zusätzlich mit Spiel, Sport, Geschicklichkeit und Teamgeist an Dosenfußball, Jonglage, Cross Boule, Brennball und vielen weiteren Bewegungsangeboten. Wer sich austoben wollte, ging für ein paar Minuten auf die Hüpfburg. Für das leibliche Wohl war auch gesorgt, es gab reichlich Obst, Gemüse und ein tägliches Mittagessen.

Integration im Stadtteil
Eva Hofmann (ABA Fachverband e.V.), Dr. Henning Muth (Kinderschutzbund), Magdalena Kucharczyk (Kinderschutzbund Essen) und Jannica Wiesweg (Allbau) zogen eine positive Bilanz: "Diese Resonanz ist nochmal größer als im Vorjahr, wir sind richtig begeistert. Wir haben nicht nur im Südostviertel, sondern auch schon in den beiden vorherigen Wochen den Teilnehmern den Zugang zu ihrem Stadtteil, zu anderen Kindern, zur Natur und Kultur vor Ort ermöglicht und konnten zur Integration beitragen." Die anderen beiden ergänzten: "In diesem Jahr sind uns sogar ein paar Kinder hinterhergereist um noch weiter am Projekt teilnehmen zu können." Das höchste Lob sei von den Kindern selbst gekommen. "Wir gehen nur kurz zum Schlafen nach Hause und sind morgen wieder da – das haben wir von den Kids nicht nur einmal gehört", erklärte Wiesweg. Die Kinderbeauftragte hatte die familienfreundlichen Quartiere vorgeschlagen, da dort mehr als doppelt so viele Kinder zusammenleben wie in anderen Essener Stadtteilen. "Wir hoffen nächstes Jahr in die 3. Runde zu starten, von unserer Seite aus spricht da nichts gegen und die Kids freuen sich sicherlich auch," verriet sie schon einmal.

Zitat: "Die Kinder und Mitarbeiter waren alle richtig gut drauf. Es war ein sehr gelungenes, offenes Angebot." (Jannica Wiesweg, Allbau-Sozialmanagerin)

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