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Bauprojekte

Chance genutzt - Cranachhöfe werten Holsterhausen auf

Heutzutage erwarten viele BürgerInnen von der eigenen Kommune bzw. einem Wohnungsanbieter häufig nicht nur einfach ein „Dach über dem Kopf“, sondern auch bedarfsgerechte Wohnungen mit guter Wohnadresse, einem attraktiven und infrastrukturell gut ausgestattetem Umfeld sowie eine harmonische Nachbarschaft – sprich ein Zuhause in einem lebenswerten Quartier. Dies wurde auch im Jahre 2008 in Essen-Holsterhausen deutlich, als die Stadt Essen entschied, das so genannte Berufskolleg Holsterhausen auf Grund der schlechten Bausubstanz zu schließen und ins Essener Nordviertel umzusiedeln. Schon als der Umzug beschlossen wurde, gab es Bürger-Proteste gegen die Schließung des tief im Stadtteil verwurzelten Bildungszentrums und der Hinweis auf die Notwendigkeit einer nachhaltigen Ersatzlösung für das rund 3,6 Hektar große, zentral gelegene Grundstück mitten im dichtbebauten Ortskern von Holsterhausen.

So erstellte die Allbau GmbH im Jahre 2010 eine umfassende Umfeldanalyse hinsichtlich der Entwicklungspotentiale und der gegebenen wirtschaftlichen und standortbezogenen Rahmenbedingungen. In 2013 beauftragte dann Essens größter Wohnungsanbieter vier Architekturbüros, auf Basis des nun rechtskräftigen Bebauungsplans und der interessierten Nutzern und deren Flächenbedarfen ein Entwicklungskonzept zu erstellen. Aus diesen vier Entwürfen wurde dann das Konzept des Architektenbüros Nattler ausgewählt. Nicht zuletzt berücksichtigte das kommunale Wohnungsunternehmen der Stadt Essen auch Hinweise von Holsterhausener Bürgerinnen und Bürger wie die Mischung von vielfältigen Nutzungen, einen öffentlichen Platz mit Aufenthaltsqualität und einen grünen Innenhof – immer vor dem Hintergrund, Wirtschaftlichkeit, ansprechende Architektur und städtebauliche Verträglichkeit in Einklang zu bringen. Gleichzeitig legte die Allbau GmbH fest, dass das Stadtteilentwicklungsprojekt unter dem Label "Cranachhöfe" eine eigene Identität erhalten soll. "Die benachbarten Cranachstraße und Cranachschule und die positive Assoziation mit dem Maler Lucas Cranach der Ältere flossen in die Entscheidung für den Quartiersnamen Cranachhöfe mit ein", so Allbau-Geschäftsführer Dirk Miklikowski.

Drei Jahre Bauzeit

Nachdem in 2016 die Baugrube komplett ausgehoben worden war, begann die Allbau GmbH Mitte Mai 2017 mit den Hochbauarbeiten und baute bis September 2019 nach Plänen des Architekturbüros Nattler und mit der MBN Bau AG (aus Georgsmarienhütte) als Generalunternehmer an der Cranachstraße 29 attraktive und barrierefreie Stadtwohnungen (56 - 123 qm) für unterschiedliche Zielgruppen wie Familien, Paare, Singles und Senioren. An der Rubensstraße wurde das Wohnungsangebot durch 42 öffentlich geförderte 1-3 Raum Wohnungen (41 - 76 qm) ergänzt. Alle Wohnungen sind barrierefrei, bieten hohen Wohnkomfort sowohl für Singles als auch für Familien und Senioren und vermitteln ein großzügiges Raumgefühl. Aufzüge fahren von der Tiefgarage bis in jede Etage. Die Mietpreise liegen an der Cranachstraße zwischen 9,50-10,30 Euro / qm und an der Rubensstraße bei 5,05 Euro / qm. Das Interesse war sehr groß: fast 700 interessierte Mietparteien hatten sich gemeldet.

Auch eine 5-zügige Kindertagesstätte für 99 Kinder wurde unter den öffentlich geförderten Wohnungen im Erdgeschoss errichtet und wird seit August 2019 von Kindern der AWO Essen besucht. Ein EDEKA Supermarkt mit rund 1.800 qm Verkaufsfläche, der Ende März 2019 eröffnete, und weitere Büros und Ladenlokale (wie ein dm-Markt mit 600 qm Verkaufsfläche) machen den neuen Holsterhauser Platz (Ecke Rubensstraße / Holsterhauser Straße) zu einem lebendigen Treffpunkt mit direkter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

Zusätzlich erhielten die Cranachhöfe durch die harmonische Verbindung der traditionellen Klinkerfassade mit modernen architektonischen Details ein Alleinstellungsmerkmal in Holsterhausen. "Die Architektur orientiert sich an den für Holsterhausen wichtigen Nutzungen, folgt aber auch dem Anspruch, einen Blickfang zu schaffen, auf den die Holsterhausener stolz sind," so Dirk Miklikowski. Die Verwendung vergleichbarer Gestaltungselemente und Materialien in der Fassade gewährleisten gleichzeitig ein harmonisches Erscheinungsbild des gesamten Neubaus.

Ebenso "Neues" entsteht noch auf der "rückwärtigen" Seite durch eine Investition der Stadt Essen. In Verlängerung der Barthel-Bruyn-Str. wird es in 2020/21 in der Gestalt eines "Grünzugs" eine fußläufige Verbindung bis hin zur Rubensstraße geben. Von dieser Seite wird dann weniger die neue Bebauung als vielmehr eine große zusammenhängende Grünfläche im Fokus sein. Die Straßenrand-Bebauung umschließt einen nach Norden hin offenen großzügigen grünen Innenhof. Diese privaten, "topografisch höher liegenden" Grünflächen verbinden sich optisch fließend mit den öffentlichen Flächen des Grünzuges und der angrenzenden Spielflächen im Bereich der Cranachschule.

Für die Allbau GmbH waren die Cranachhöfe mit einem Investitionsvolumen von rund 55 Mio. Euro das zweitgrößte Projekt in ihrer 100-jährigen Firmengeschichte. Die teilweise hochrangigen Vertreter aus Landes-Politik wie NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach und Wohnungswirtschaft, die die Cranachhöfe schon während der Bauzeit besuchten, und das durchweg positive Feedback von Bürgern, Lokalpolitikern und Bauherrn gaben den Verantwortlichen Recht, dass hier ein städtebaulicher Missstand, der sich in den letzten Jahren belastend auf die Entwicklung in Holsterhausen auswirkte, der Vergangenheit angehört und durch ein neues attraktives Stadtteilzentrum ersetzt wurde.

Mit Abschluss der Baumaßnahme in 2019 entstand für die Allbau GmbH die Frage, den Immobilienkomplex langfristig im Bestand zu halten oder durch einen Verkauf gebundene Liquidität freizusetzen, um an anderer Stelle in Essen erneut wirkungsvoll zu investieren. Allbau hat sich für einen Verkauf an VIVAWEST entschieden und dabei zur Standortsicherung strenge Kriterien definiert. Am Ende konnte die Ziellinie mit einem Wunschpartner erreicht werden.